Der digitale Ratgeber für Urlauber und Auswanderer :

Palermo
Ein erster Überblick

Diese Fotomontage zeigt den Yachthafen 'La Cala', den Palmen-Park 'Villa Bonanno', das Dolce Vita in einer Fussgägnerzone und den Traditions-Markt 'Il Capo'.
Sizilien - Britta Bohn
Auf Sizilien seit 1998

Palermo - Sicher viel erleben
Überraschungen, Spass und Dolce Vita

Hier bekommen Sie einen ersten Überblick, um Palermo auf eigene Faust zu erkunden. Egal, ob Sie mit dem Flugzeug, dem Zug, einem Kreuz­fahrt­schiff oder sogar mit dem eigenen Boot ankommen.

Wir beginnen mit einem Spaziergang (siehe Karte) durch Palermos Fussgängerzonen in der riesigen Altstadt. Danach wagen wir erste Blicke in einige Nebenstrassen. Hier ist es meistens viel in­te­res­san­ter. Psst... nicht weitersagen!

Für alle, die länger bleiben oder Palermo häufiger besuchen, beschreiben wir nach diesem Überblick mehrere Rundgänge mit Karten auf Google Maps. Hier entdecken Sie auch einige unbekanntere Seiten der Stadt.

Das Dolce Vita Palermos begeistert Sie? Dann wäre es doch ziemlich "cool" hier eine eigene Wohnung zu haben! Mit der richtigen Un­ter­stüt­zung ist das einfacher, als Sie denken.

Sizilien konzentriert
Der digitale Ratgeber für Urlauber und Auswanderer

Wer auf Sizilien Urlaub machen oder nach Sizilien auswandern möchte, will keine Über­raschungen erleben. Daher sollten Sie sich rechtzeitig über Themen wie Mobilität, Unterkunft, Visa- und Ein­wan­derungs­be­stim­mungen informieren.

Sizilien konzentriert unterstützt Urlau­ber und Aus­wan­derer mit Praxis­tipps, Immo­bilien, Kar­ten und lokalen deutsch­spra­chigen Kon­tak­ten.

Unsere Autoren teilen hier ihr Wissen mit Ihnen. Sie haben bis zu 30 Jahre Sizilien-Erfahrung mit diesen Themen:

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Kein Wunder also, dass es mitt­ler­weile eine Gruppe für Sizilien gibt. Auch Britta ist dabei - unter dem Pseudonym susolun.

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In Palermo ankommen
Mit Flugzeug, Zug, Kreuzfahrtschiff oder Yacht

Sie sind das erste Mal in Palermo? Sie möchten die Stadt auf eigene Faust erkunden? Dann gibt es hier für Sie einen ersten Überblick über die wohl span­nen­dste Stadt Italiens. Für ihn orientieren wir uns an den vier grossen Fuss­gän­ger­zo­nen der Stadt.

Egal, ob Sie auf dem Hauptbahnhof, im Yachthafen oder am Kreuz­fahrt­ter­minal ankommen - eine der Fuss­gän­ger­zonen ist immer ganz nahe für Ihre ersten Schritte in Palermo.

Bildschirmfoto der Karte 'Palermo - Überblick' auf Google Maps

Karte

Schon in unserem kleinen Vor­schau­bild der Karte erkennen Sie die zen­tra­len Fussgängerzonen Palermos auf den ersten Blick. Sie sind durch lila Linien gekennzeichnet und durch­ziehen die komplette Altstadt.

Die kurzen grünen Striche sind Sei­ten­stras­sen, in denen es viel zu entdecken gibt.

Die Karte zeigt auch sämtliche Fe­ri­en­woh­nun­gen des Anbieters Solemar Sicilia. Um den Überblick einfach zu halten, können Sie deren Darstellung in der Karte einfach ein- und ausblenden.

Ein Bahnsteig des Hauptbahnhofs von Palermo.

Zug

Palermo ist hervorragend an die Bahn angeschlossen und bietet gleich mehrere Bahnhöfe - u.a. einen direkt im Flug­ha­fen.

Wer also Palermo auf eigene Faust entdecken, aber lieber ausserhalb der Stadt wohnen möchte, sollte auf einen nahen Bahnhof achten. Einfacher kann man nicht ankommen.

Wer lieber direkt in Palermo wohnt, kann umgekehrt mit dem Zug span­nen­de Ausflüge ins Umland machen - z.B. in das Fischerdorf Santa Flavia.

Ein Flugzeug in Parkposition auf dem Flughafen Palermo.

Flughafen

Der Flughafen von Palermo ist in den letzten 20 Jahren stark ausgebaut worden. Eine der wichtigsten Neu­er­un­gen ist die Anbindung an das Zugnetz im Nordwesten Siziliens.

Dieses Zugnetz führt immer am Meer entlang und bietet Urlaubern und Auswanderern ein entspanntes Sizilien ohne Auto.

Wer in möglichst kurzer Zeit möglichst viel von Sizilien sehen möchte, findet im Flughafen natürlich auch eine grosse Auswahl von Autovermietern.

Achten Sie bei der Planung darauf, dass der Vermieter direkt im Flughafen ein Büro hat. Einige Sonderangebote gelten nur für Büros ausserhalb des Flughafengeländes.

Ein Kreuzfahrtschiff liegt am Kreuzfahrtterminal 'Sammuzzo' im Hafen von Palermo.

Kreuzfahrt-Terminal

Seit einigen Jahren ist Palermo auch Ziel von Kreuzfahrtschiffen. Die Stadt passt sich der steigenden Nachfrage an und mo­der­ni­siert den Hafen grundlegend.

Er bietet mittlerweile Platz für mehrere Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig. Das Foto zeigt das Anfang Mai 2026 eröffnete Kreuzfahrt-Terminal "Sammuzzo".

Wie Sie in unserer Überblicks-Karte (Google Maps) sehen, beginnt ge­gen­über dem Hafen die Fussgängerzone Via Emerico Amari.

Der Weg dazwischen führt über die breite und viel befahrene Via Fran­ces­co Crispi. Über sie soll in Zukunft eine Fuss­gän­ger­brücke führen. Das ist dann die perfekte Anbindung der Altstadt an die Kreuzfahrt-Terminals. Bis dahin helfen die Fussgänger-Ampeln.

Ein Steg für Gastlieger im Yachthafen 'La Cala' von Palermo.

Yachthafen

Die wohl coolste Form, um in Palermo anzukommen ist das eigene Boot. Dafür ist der Yachthafen "La Cala" das perfekte Ziel. Auf dieser Karte (na­vi­ly.com) sehen Sie die genaue Position aller Plätze für Gastlieger. Das Foto zeigt ein Beispiel dafür.

"La Cala" ist perfekt, denn wie Sie in unserer Überblicks-Karte (Google Maps) sehen, beginnt auch hier eine Fuss­gän­ger­zone - die Via Vittorio Emanuele.

Wohnen auf dem eigenen Boot und gleich um die Ecke Italiens spannenste Stadt - wenn das nicht cool ist...

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Fussgängerzonen
In der Altstadt von Palermo

Palermo ist für Besucher und Be­woh­ner nicht zuletzt wegen der beiden Fuss­gän­ger­zo­nen Via Maqueda und Via Vittorio Emanuele so attraktiv geworden. Hinzu kommt, dass der Hauptbahnhof und der Yachthafen an zwei der Enden dieser Fussgängerzonen liegen.

Um auch die Kreuzfahrt-Terminals anzubinden, werden zusätzlich die Via Emerico Amari und die Via Ruggero Settimo zu Fussgängerzonen umgebaut.

Die Fussgängerzonen liegen wie ein Kreuz mitten in der riesigen Altstadt von Palermo und sind damit perfekt für un­sere Orientierung - und für diejenige aller anderen Gäste.

Zusätzlich zur Orientierung, bieten sie auch etwas gegen Hunger und Durst. Das ist alles sehr praktisch, aber von der ei­gent­lichen Altstadt sehen wir dort nicht mehr sehr viel.

Die Lösung des Problems ist aber glück­licher­weise ganz einfach: Man muss im wahrsten Sinne des Wortes nur einmal "um die Ecke", also in die Seitenstrassen schauen. Die in­teres­san­tes­ten von ihnen sind in unserer Überblicks-Karte (Google Maps) grün markiert.

Menschen sitzen entspannt an Tischen vor Restaurants auf der Fussgängerzone 'Via Emerico Amari' in Palermo.

Via Emerico Amari

Palermo investiert sehr viel in die Mo­der­ni­sie­rung des Hafens - weg von der "schmut­zigen" Industrie, hin zum "sau­be­ren" Kreuzfahrt-Tourismus.

Die Via Emerico Amari verbindet den Eingang des Hafens mit der Altstadt. Es ist daher logisch, sie zu einer Fuss­gän­ger­zone umzugestalten und über eine Fussgängerbrücke mit dem Hafen zu verbinden.

Im Moment (Mai 2026) ist die Via Eme­ri­co Amari schon weit­ge­hend auto­frei. Längerfristig soll sie sich zu dem ent­wick­eln, was Las Ramblas für Barcelona ist.

'Dolce Vita' auf der Piazzetta Francesco Bagnasco in Palermo.

Via Ruggero Settimo

Auch die Via Ruggero Settimo ist noch nicht sehr lange eine Fussgängerzone. Hier gibt es allerdings einige sehr in­te­res­san­te Seitenstrassen. Sie sind in unserer Überblicks-Karte (Google Maps) grün markiert:

  • Piazza Castelnuovo: Schöner Platz (Wikipedia, it) mit Palmen und Skulpturen.
  • Via Principie di Belmonte: Tra­di­tions-Café mit grossem Aus­sen­be­reich.
  • Via di Stefano: Führt zum Dolce Vita in der Piazzetta Francesco Bagnasco (Foto).
  • Piazzale Ungheria: Beispiel für die Nachkriegsarchitektur mit dem höchsten Hochhaus in Palermo, dem Grattacielo Ina Assitalia (Wi­ki­pe­dia, it). Der Baustil ist eine Fortsetzung des in den 20er und 30er Jahren entstandenen Ra­tio­na­lis­mus (Wi­ki­pe­dia).
  • Via Generale Vincenzo Magliocco: Auch hier dominiert die Ar­chi­tek­tur der 50er Jahre - diesmal aber mit Dolce Vita. Der Namensgeber Vincenzo Magliocco (Wikipedia, it) machte sich einen unrühmlichen Namen, weil er im Abessinienkrieg (Wikipedia) Senfgas gegen die zivile Bevölkerung einsetzte.
Bar in der gemütlichen Gasse 'Via del Ponticello' in der Altstadt von Palermo.

Via Maqueda

Die Via Maqueda (Wikipedia) war einst die Prachtstrasse der spanischen Be­sat­zer Siziliens. Heute ist sie eine wichtige Fussgängerzone und zieht Besucher aus aller Welt an.

Für Entdecker bietet sie einige sehr interessante Seitenstrassen. Sie sind in unserer Überblicks-Karte (Google Maps) grün markiert:

  • Piazza Giuseppe Verdi: Hier do­mi­niert natürlich das welt­be­rühm­te Teatro Massimo (Wi­ki­pe­dia). Auf der südlichen Seite, an der Ecke zur Via Rossini gibt es ein gutes altes Kino (Rouge et Noir) mit interessanter Fassade.
  • Via Alessandro Scarlatti: Auf den ersten Blick unscheinbar aber in­te­res­sant für alle, die an Ar­chi­tek­tur, Kultur und Geschichte interessiert sind. Sie finden hier ein ehemaliges Open-Air Varieté (Balarm, it), das Haus der 'Kriegs­ver­sehrten' (Pa­ler­mo­vi­va, it) und eine Kaserne der Feuerwehr (Le Vie dei Tesori, it)
  • Via dei Candelai: Hier wurden früher Kerzen (it. "candele") her­ge­stellt. Heute findet man hier Kultur-Initiativen.
  • Via del Ponticello (Foto): Im Mit­tel­alter gab es hier eine Brücke (it. "ponte") über einen kleinen Fluss (Palermoviva, it). Heute dominiert hier "La Dolce Vita".
  • Via delle Case Nuove: Bekannte Verbindung zum Markt Ballarò (Wikipedia, it).
Eine Vespa, eine Ape und der Aussenbereich eines Restaurants in der Via Alessandro Paternostro in Palermo.

Via Vittorio Emanuele

Die Via Vittorio Emanuele ist in Pa­ler­mo besser als Càssaro (Wikipedia) bekannt und die traditionelle Ver­bin­dung der Stadt zum Meer. Heute ist sie eine wich­tige Fussgängerzone und zieht Besucher aus aller Welt an.

Für Entdecker bietet sie einige sehr interessante Seitenstrassen. Sie sind in unserer Überblicks-Karte (Google Maps) grün markiert:

  • Mura delle Cattive: Promenade mit Meerblick. Cattive bedeutet im Italienischen eigentlich "schlecht", hier im Zusammenhang aber "Wit­wen". Dieser Artikel (Balarm, it) beschreibt die Geschichte der "Mauer der Witwen".
  • Piazzetta delle Dogane: Früher war hier eine Zollstation, heute ist es der Zugang zum Yachthafen.
  • Piazza Marina: Hier gibt es einen Park mit riesigen Bäumen (Wi­ki­pe­dia) und Sonntags einen Floh­markt.
  • Vicolo dei Calzonai: In dieser Strasse wurden Hosen hergestellt und ver­kauft. In der Altstadt findet man viele Handwerks-Gassen (Palermoviva, it), deren si­zi­lia­nische Namen verwirrend sind. So deutet z.B. Calzonai eher auf Schuhmacher hin.
  • Via Alessandro Paternostro: Die Strasse (Foto) wurde italienweit bekannt, weil hier das Restaurant liegt, das als erstes in Palermo seine Schutzgelderpresser (Cor­ri­ere della Sera, it) angezeigt hat.
  • Piazzetta Visita Poveri: Diese Gasse ist bekannt für die "Spruch­bla­sen", die zwischen den Häusern hängen. Der Name geht auf eine alte Bru­der­schaft (Balarm, it) zurück, die in dieser Strasse eine Kirche hatte.
  • Salita San Antonio: Hier haben wir ein gutes Beispiel für Restaurants, die ausserhalb des Trubels liegen.
  • Vicolo Brugnò: Diese Strasse lässt noch heute das historische Pa­ler­mo erahnen. Hier wird noch auf der Strasse Wäsche gewaschen.
  • Via Pietro Novelli: Diese Strasse ist bekannt für das si­zi­lia­nische Pup­pen­theater (Wikipedia).
  • Villa Bonanno: Einer der schönsten Parks Palermos - bekannt für seine Palmen (Wikipedia, it).

Stadtteile
Im Zentrum von Palermo

In diesem Abschnitt beschreiben wir die Stadtteile im Zentrum von Palermo. Unsere Überblicks-Karte auf Google Maps zeigt Grenzen dieser Stadtteile mit einer teils recht freien In­ter­pre­ta­tion. Die exakten Grenzen und Namen aller Stadt­teile gibt es hier auf Wi­ki­pe­dia.

Unsere Beschreibungen picken weniger bekannte Geschichten der Stadtteile heraus. Für die "normalen" Se­hens­wür­dig­kei­ten bieten wir Links zu fak­ten­rei­chen Informationen im Internet - ins­be­son­dere zu Wikipedia.

Der Wasserturm 'Torre d'acqua delle Sette Fate' auf der Piazza Santa Chiara in Palermo.

Albergheria

Palermo gibt es erst seit ca. 3000 Jahren. Davor war es frucht­bares Land gespeist durch Flüsse, die Wasser aus den nahen Bergen Richtung Meer trans­por­tier­ten. Das Viertel Al­ber­ghe­ria entstand am Fluss Kemonia (Wi­ki­pe­dia, it). Dieser verband das Viertel mit dem Meer. Dort, wo heute die berühmte Chiesa del Gesù (Palermo) (Wikipedia) steht, gab es einen Hafen.

Flüsse treten hin und wieder über die Ufer. In einer natürlichen Umgebung ist das kein Problem, für die Bewohner der Al­ber­ghe­ria aber schon. Im Laufe der Zeit wurde daher ein Wasser-Ma­nage­ment notwendig. Der Fluss wurde umgeleitet und überbaut und das Trinkwasser in Kanälen aus den Bergen geholt. Die Re­gu­lie­rung des Was­ser­drucks übernahmen Rohre in Türmen - die sog. Was­ser­schlös­ser (Wikipedia).

Heute findet man noch einige Ruinen von Wassertürmen in der Albergheria. Der Torre d'acqua delle Sette Fate (Google Maps) wurde kürzlich re­no­viert und entwickelt sich zu einem beliebten Wahrzeichen der Albergheria (Foto).

Denkmal für die Mafia-Opfer auf der Piazza della Memoria in Palermo.

Capo

Der offizielle Name des Viertels Capo ist "Seralcadio". Das Wort stammt aus der arabischen Zeit Siziliens und heisst "Stra­sse des Richters". Und tatsächlich ist das Thema Justiz so etwas wie das Leitmotiv des Viertels. Auch im Ge­hei­men. Man erzählt sich hier auf der Strasse von einer Sekte namens Beati Paoli (Wikipedia). Sie half angeblich den Armen und Un­ter­drück­ten, war also demnach eine Art Robin Hood Palermos.

Andere wiederum (Balarm, it) sehen in den Beati Paoli eine kriminelle Bande, wenn nicht gar den Ursprung der Mafia. Nüchtern betrachtet, ist die Faktenlage dürftig. Es gibt nicht einmal einen be­last­ba­ren Beweis für die Exi­stenz der Beati Paoli.

Für die Mafia dagegen ist die Existenz brutal offensichtlich. Und der er­folg­rei­che Kampf der Justiz dagegen nahm im Viertel Capo seinen Anfang. Die beiden weltbekannte Richter Bor­sel­lino (Wi­ki­pe­dia) und Falcone (Wi­ki­pe­dia) arbeiteten im dortigen Justizpalast (Google Maps).

Unser Foto zeigt den Platz (Google Maps) zwischen den Gebäuden. Er ist den Opfern der Mafia gewidmet.

Blick auf eine Fähre und den Hafen von Palermo vom Foro Italico aus.

Foro Italico

Für die antiken Völker war die Bucht, die heute den Yachthafen beherbergt, ein perfekter Naturhafen. Die alten Griechen nannten diesen Ort Pa­nor­mos. Pan be­deu­tet "alles" und ormos "Bucht" oder "Ankerplatz". Palermo und das Meer sind also eigentlich auf das Engste verbunden.

Das galt für das Palermo bis in Anfang des 20. Jahrhunderts wie die Bilder auf dieser Webseite (Cara Palermo, it) zeigen. Der Foro Italico - also die Ver­bin­dung zwischen Stadt und Meer - war damals offensichtlich der wich­tig­ste Platz der Stadt.

Dann kam der Zweite Weltkrieg. Die Altstadt von Palermo wurde bom­bar­diert und dabei der Foro Italico stark be­schä­digt. Aber anstatt ihn zu re­pa­rie­ren wurde hier der Schutt der bom­bar­dier­ten Häuser abgeladen, alles planiert und eine mehrspurige Strasse gebaut. Jetzt war Palermo vom Meer abgeschnitten und der Foro Italico kam zusehends "runter".

Mit dem erfolgreichen Kampf gegen die Mafia begann dann Ende des 20. Jahr­hun­derts die Wiedergeburt Pa­ler­mos. Eines der Ziele war und ist die Wie­der­an­bin­dung der Stadt an das Meer. Die breite Strasse ist zwar nach wie vor dort aber der noch breitere Streifen zwischen ihr und dem Meer ist heute ein Nah­er­ho­lungs­ge­biet, das immer weiter ausgebaut wird.

Leuchtschrift des Jazz-Clubs 'Blue Brass' in Palermo.

Kalsa

Wie schon in unserem Überblick zu Sizilien beschrieben, hat der Jazz tiefe Wurzeln auf unserer Sonneninsel. Und sein Herz schlägt mitten in Palermo im Stadtviertel Kalsa (Wikipedia).

Der Grund dafür sind die Jazz-Schule (brassgroup.it, en) und der Jazz-Club Blue Brass (Foto) in der Via dello Spasimo und zu­sätz­lich seit 2015 die Jazz-Konzerte im Teatro Santa Cecilia (Wikipedia, it).

Dieses Theater wurde Ende des 17. Jahr­hun­derts gebaut - mitten im da­ma­li­gen(!) Nobelviertel Kalsa. Mit der Zeit wurde Palermo aber immer grösser und es ent­stan­den welt­be­kan­nte Theater wie das Teatro Massimo (Wikipedia) und das Teatro Politeama (Wikipedia).

Die "noblen" Bürger Palermos zogen ins gleichnamige Viertel Politeama und die Kalsa verkam mehr und mehr zu einem Mafia-Viertel. Das Teatro Santa Cecilia endete in den 50er Jahren als Lagerhalle - bis sich 2010 die rührige Brass Group (Wikipedia, it) des The­a­ters annahm.

Gemeinhin gilt das Teatro Massimo als Symbol für die Wie­der­ge­burt Palermos nach der dunklen Zeit der Mafia-Herr­schaft. Der positive Einfluss der Jazz-Szene auf diese Entwicklung sollte aber nicht unterschätzt werden. Schliess­lich wurde die Brass Group bereits in den 70er Jahren gegründet - und das mit in­ter­na­tio­naler Un­ter­stüt­zung durch Jazz-Grössen wie Miles Davis (Wikipedia).

Der Genius Loci 'Genio del Garraffo o Palermo lu Grandi' im Stadtviertel La Loggia von Palermo.

Loggia

Das palermitanische Viertel Loggia (Wikipedia, it) wird zuerst einmal mit seinem historischen Markt Vucciria (Wikipedia) verbunden.

Wer dort aber einfach einmal um die Ecke biegt, findet dort die antiken Wurzeln Palermos. Hier wacht der Genius del Garaffo (Google Maps) über das Viertel (Foto).

Die Idee des Genius stammt aus der römischen Mythologie und beschreibt einen Schutzgeist. In unserem Fall handelt es sich um einen Genius Loci (Wikipedia), also einen Schutzgeist des Ortes.

Man findet verschiedene Dar­stel­lungen des Genius in Palermo. Im Mittelpunkt steht aber fast immer ein alter Mann mit Krone, eine Schlange, die meistens den Mann in die Brust beisst und hin und wieder auch einen Hund.

Die Christianisierung brachte andere Schutzheilige mit sich. Über Palermo wacht seit dem Mittelalter die Heilige Rosalia (Wiki­pedia). Palermo war aber immer schon religiös tolerant. Rosalia hat den Genius daher nicht verdrängt. So wachen also heut­zu­tage gleich zwei Schutzheilige über Palermo. Doppelt genäht hält besser.

Die Sonnenuhr im Park 'Villa Giulia' von Palermo.

Oreto-Stazione

Auf den ersten Blick wirkt das Viertel Oreto-Stazione (Wikipedia, it) nicht son­der­lich attraktiv. Im Mittelpunkt steht der Haupt­bahn­hof mit seinen ausladenden Gleisanlagen.

Wie so häufig, lohnt sich aber auch hier ein zweiter Blick - z.B. aus der Vo­gel­per­spek­tive mit Google Maps (Wikipedia). Zutage kommen dann zwei grosse Grünflächen nahe am Meer - die Villa Giulia (Wikipedia) und der Botanischer Garten (Wikipedia).

Als Goethe während seiner Italienischen Reise (Wikipedia) 1787 Palermo besuchte, war der Park Villa Giulia gerade fer­tig­ge­stellt worden. Goethe lobte ihn fast überschwänglich. Das ist gerade heute sehr verständlich, wenn man aus der Gross­stadt kom­mend in das mediterrane Grün eintaucht (Foto).

Das gilt noch mehr für den botanischen Garten, der ursprünglich von der Uni­ver­si­tät genutzt wird, aber in­te­res­sier­ten Laien für ein geringes Eintrittsgelt offen steht.

Schauen wir wieder auf die Karte, fällt im Südwesten des Viertels eine weitere ungewöhnliche Struktur auf. Es ist der Cimitero di Sant'Orsola (Wikipedia, it). Er ist mit zwei geschichtlichen Be­son­der­hei­ten verbunden. Zum einen war er der erste europäische Friedhof, der allen gesellschaftlichen Klassen offen­stand und zum anderen befindet sich in ihm die Chiesa del Santo Spirito.

Sie gilt als Ausgangspunkt der Si­zi­lia­ni­schen Vesper (Wikipedia), einer Erhebung gegen die französische Besetzung Si­zi­li­ens im Mittelalter. Sie hatte erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Mit­tel­meer­region, brachte Sizilien aber letzt­end­lich nur eine neue Besatzungsmacht - die Spanier.

Das Denkmal für Ruggero Settimo im Vordergrund mit dem Teatro Politeama von Palermo im Hintergrund.

Politeama

Bis in das 18. Jahrhundert hinein, bestand Palermo aus den vier Vierteln Al­ber­ghe­ria, Capo, Kalsa und Loggia - also dass, was wir heute "Altstadt" nennen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahr­hun­derts wurde es darin endgültig zu eng und Palermo erweiterte sich durch eine Verlängerung der Via Maqueda. Das war der Beginn der Via Ruggero Settimo.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts ent­stand um die Strasse herum ein neues Viertel für wohlhabende Palermitaner. Hier trafen sich die Künstler und In­tel­lek­tuel­len der Stadt und hier wehte auch der Geist der Revolutionen von 1848 (Wikipedia).

Tatsächlich starteten diese Re­vo­lu­tio­nen in Palermo und schwapp­ten dann über ganz Europa. Auf Sizilien ging es dabei um die Befreiung von der spa­nischen Herrschaft und die Gründung des italienischen Nationalstaates.

Palermo wuchs immer weiter. Daher wurde eine Verlängerung der Via Ruggero Settimo gestartet und diese im Geiste der Zeit Viale della Libertà (Wikipedia) genannt. An ihrem Anfang entstand das Teatro Politeama (Foto) und damit auch der Namensgeber des Viertels.

Anleger mit Kreuzfahrtschiff im Hafen von Palermo.

Porto

Wie wir oben schon gesehen haben, möchte man mit der Restaurierung des Foro Italico den Bürgern Palermos in gewisser Weise das Meer zu­rück­ge­ben.

Mit der Modernisierung des Hafens verhält es sich genau umgekehrt. Mit ihm möchte man Palermo für Gäste aus aller Welt attraktiver machen und weg von der "schmutzigen" Industrie, hin zum "sau­be­ren" Kreuzfahrt-Tou­ris­mus.

Die Lage des Hafens ist dafür perfekt - ist es von hier aus doch nur ein Ka­tzen­sprung in das Zentrum von Pa­ler­mo. Im Moment allerdings wirkt die viel be­fah­rene mehrspurige Via Fran­ces­co Crispi noch wie eine Barriere zwischen Zentrum und Kreuzfahrt-Terminals. Fuss­gän­ger­brücken sollen das in Zukunft ändern.

Der Professor für Stadtentwicklung der Uni Palermo, Maurizio Carta, hat das Ziel in seinem Artikel Palermo rinasce dall'acqua (Portus online, it) allgemein verständlich umrissen. Die Fotos der bereits existierenden neuen Strukturen und die Entwürfe zu­künf­tiger Er­wei­te­run­gen alleine machen schon klar, worum es geht: Connettere terra e mare - Portare la città verso il porto.

Rundgänge durch Palermo

Wir haben uns jetzt also einen ersten Überblick verschafft. Die langen Fuss­gän­ger­zo­nen geben uns eine perfekte Orientierung. Von ihnen aus gehen wir auf Entdeckungstour und wagen einen tieferen Blick hinter die Kulissen:

Sizilien konzentriert - Palermo - Yachthafen 'La Cala'

Palermo erkunden

Palermo ist die aufregendste Stadt Italiens mit gleich vier Alt­städ­ten, von denen eine sogar einen Yachhafen bietet. Unser Ausflug führt uns ihm und einigen anderen bekannten Se­hens­wür­dig­keiten.

Da der Hauptbahnhof von Palermo zen­tral liegt, ist der Zug das ideale Ver­kehrs­mittel für unseren Ausflug.

Ein Baum mit Orangen und Weihnachstdekoration steht vor dem Dom von Palermo.

Palermo ☀ Winter-Sonne

In Palermo scheint die Sonne im Winter durchschnittlich 4 Stunden pro Tag. Das fühlt sich für Nord­europäer wie ein Frühling an. In den engen Gassen der Altstadt scheint sie aber natürlich weniger.

Unser Ausflug führt Sie dagegen von einem sonnigen Platz zum nächsten - vorbei an einigen bekannten Se­hens­wür­dig­kei­ten. Sie erscheinen jetzt in ganz neuem Licht.

Weihnachstdekoration am Eingang der Chiesa di San Giuseppe in Palermo.

Palermo ◑ Winter-Lichter

Nachts sind alle Katzen grau. Mag sein... aber nicht in Palermo! Hier sind gerade im Winter die Abende voller buntem Licht. Und die früh un­ter­ge­hen­de Sonne "malt" dazu einen wunderbar passenden Himmel.

Unser Ausflug führt Sie zu einigen be­kann­ten und weniger be­kann­ten Orten, an denen der Zauber der Blauen Stunde (Wikipedia) besonders wirkt.

In Palermo wohnen
Mitten in der Stadt oder vor ihren Toren

Wer mit einem Kreuzfahrtschiff oder der eigenen Yacht gekommen ist, hat schon einen Platz zum Schlafen. Alle anderen brauchen eine Unterkunft in Palermo - wie z.B. Ferienwohnungen.

In Palermo? Nicht unbedingt. Wer lieber am Meer in einem Fischerdorf wohnen möchte, hat mit der Altstadt von Santa Flavia ein perfektes Basislager für Ta­ges­aus­flüge nach Palermo.

Denn in Santa Flavia befindet sich der Bahnhof mitten in der Altstadt. Die Fe­ri­en­woh­nun­gen sind nur wenige 100 Meter von ihm entfernt und die Zugfahrt dauert gerade einmal 20 Minuten.

Die Terrasse der Ferienwohnung 'Casa Morricone' in Palermo.
Casa Morricone

Ferienwohnungen mitten in Palermo

Unsere Übersichtskarte zeigt alle Fe­ri­en­woh­nun­gen von Solemar Sicilia in Pa­ler­mo. Um sie zu sehen, klicken Sie einfach in der Karte links auf "Ferienwohnungen".

Solemar Sicilia bietet ein breites An­ge­bot von Fe­ri­en­woh­nun­gen. Es reicht von einfachen funktionellen Wohnungen ("ich bin hier, um Palermo zu sehen und nicht, um zu wohnen") bis hin zum kleinen Penthouse wie die Casa Morricone im Bild ("man gönnt sich ja sonst nichts").

Um die Suche nach einer Fe­ri­en­woh­nung einzugrenzen, finden Sie hier einen ein­fachen Filter:

Die Terrasse der Ferienwohnung 'Terrazza del Merlo' in Palermo.
Terrazza del Merlo

Eigene Wohnung in Palermo

Ein Adelspalast oder ein Pent­house in der Altstadt - das ist na­tür­lich etwas ganz Besonderes - in einer ganz be­son­de­ren Stadt.

Glücklicherweise gibt es aber deutlich mehr Wohnraum für "normale" Geld­beu­tel, sogar in der Altstadt.

Und wer geduldig sucht, findet sogar etwas mit einer wun­der­baren Terrasse, wie hier bei der Terrazza del Merlo. Die Wohnung wurde von deutschen Aus­wan­de­rern gekauft, renoviert und ist heute eine beliebte Ferienwohnung in der Altstadt von Palermo:

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Sizilien ohne Massentourismus

Entdecken Sie Sizilien von einer ganz neuen Seite! Auf ihrer Instagram-Seite hat Britta Fotos von schönen Orten jenseits des Mas­sen­tou­ris­mus zusammengestellt:

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Post aus Sizilien

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Sizilien konzentriert

Was zeigt diese Foto-Montage?

Links oben: Der Yachthafen "La Cala" mit der Altstadt von Palermo im Hintergrund.

Rechts oben: Der Palmen-Park "Villa Bonanno".

Links unten: Dolce Vita in der Fussgängerzone "Via Principe di Belmonte".

Rechts unten: Der historische Markt "Lo Capo".

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