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Das widerspenstige Kreuz

Eingang des spanischen Kulturinstituts <strong><em>Instituto Cervantes</em></strong> in Palermo.
Sizilien - Britta Bohn
Auf Sizilien seit 1998

Spanien in Palermo

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie bei Ihren Streifzügen durch das Altstadt-Viertel Loggia auf eine spanische Flagge treffen. Sie sind immer noch in Palermo, stehen aber vor dem spa­ni­schen Kultur-Institut Instituto Cervantes (Wi­ki­pe­dia). Zwischen Sizilien und Spanien gab es über Jahrhunderte eine ganz besondere Beziehung.

Alles begann am Ostermontag 1282. Die damalige französische Besatzung hatte sich sowohl beim einfachen Volk, als auch bei der sizilianischen Aristokratie mehr als unbeliebt gemacht.

Sizilianische Vesper

An diesem Ostermontag brachte ein kleiner Funken das Pulverfass zur Explosion. Es brach ein Aufstand los, der als Sizilianische Vesper (Wi­ki­pe­dia) in die Geschichte einging. An ihrem Ende gab es nach hunderten von Jahren das erste Mal auf Sizilien keine Fremdherrschaft mehr.

Die sizilianischen Aristokraten merkten dann aber schnell, dass Freiheit auch anstrengend sein kann. Sie baten daher Peter III. von Aragón (Wikipedia) um Hilfe. Das war der Anfang von nahezu 600 Jahren spanischer Herrschaft über Sizilien.

Eine der wichtigsten spanischen Kirchen in Palermo war die Chiesa di Sant'Eulalia (Wi­ki­pe­dia, it). Nach dem Ende der spa­ni­schen Herr­schaft wurde sie lange Zeit ver­nach­läs­sigt und verfiel zusehends.

Neuanfang als Kulturinstitut

Bis man sich dann vor ca. 30 Jahren in Spanien an die Chiesa di Sant'Eulalia erinnerte und beschloss sie zum Kultur-Institut Instituto Cervantes (Wikipedia) umzubauen. Bei einer Inspektion fiel den Fachleuten ein schönes Holzkreuz auf. Man entschied, es zur Re­stau­rierung nach Spanien zu bringen.

Eines Tages fuhr also ein Lieferwagen vor und Handwerker nahmen das Kreuz ab. Selt­sa­mer­weise hatten sich aber die Kir­chen­tü­ren selbst­ständig hinter den Handwerkern geschlossen. Erst als sie das Kreuz wieder anbrachten ging die Tür auf.

Nachdem mehrere weitere Versuche immer wieder zu ver­schlos­senen Türen geführt hatten, wurde die Aktion abgeblasen und das Kreuz blieb, wo es war. So jedenfalls erzählen einige Ladenbesitzer aus der Nachbarschaft die Geschichte. Sie glauben sie nicht? Ok - aber sie ist doch schön, diese Geschichte - oder?

Legenden erleben

Das Instituto Cervantes (Wikipedia) liegt mitten im Altstadt-Viertel Loggia. Um seine Position zu sehen, klappen Sie einfach den Ordner "Legenden und Anekdoten" in unserer Überblicks-Karte (Google Maps) auf.

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Das Foto zeigt den Eingang des spanischen Kulturinstituts Instituto Cervantes in Palermo.

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